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Keine Minute zur Arbeit

Montag, 05. Oktober 2009. 07:02 von Frank Pfabigan

Wer wie ich sein Geschäft von zuhause betreibt, kennt die Vorteile: keine Minute zur Arbeit, keine Büromiete, keine Zeitverschwendung.

Alles, was man braucht, um in der Branche (Webdesigner, Programmierer, SEO, …) selbst durchzustarten, hat man meist bereits zusammen: einen Computer, ein Telefon und einen Schreibtisch. Mehr ist nicht nötig.

Ich liebe den Gedanken, ein großes Unternehmen von zuhause im Bademantel aus zu steuern. Keine festen Mitarbeiter, sondern ein Netz aus vertrauenswürdigen Selbständigen, mit denen man blind zusammenarbeiten kann. Keine Verpflichtungen, keine Bindung-wider-willen, kein Betrug durch Partner.

Alles, was einen vom Starten seines eigenen Geschäfts abhält, ist meist der innere Schweinehund, der fragt: “Traust Du Dir das auch zu? – Was machst Du, wenn es schwierig wird? – Komplizierte Kunden? usw.”

Als jemand, der mit Partnern zweimal auf die Schnauze gefallen ist, kann ich Dir versichern: mit Partnern wird nur die Verantwortung hin- und hergeschoben. Das Unbequeme wird sowieso auf Dich abgewälzt.

Du benötigst vielmehr zuverlässige Leute, auf die Du im Falle des Falles Zugriff hast, wenn ein Auftrag umfangreicher ist. Leute wie Dich selbst, die den Willen haben, ein Projekt zuendezuführen, auch wenn es schwierig wird. Woher Du weißt, ob Du Dich auf sie verlassen kannst? – Kann Dir niemand sagen, Du musst sie durchprobieren.

Du wirst hier und da wahrscheinlich auch die Feststellung machen (müssen), daß sich Dein bester Busenkumpel als nicht-zuverlässig erweist und ihn gedanklich feuern müssen. Weil dieser eben keinen Biß hat. Weil dieser vielleicht in seinem Leben noch nie etwas zuendegebracht hat. Vom Typ her eher Büropflanze oder ein Stromberg ist: immer zu Scherzen aufgelegt, aber wenn es zur Sache geht, hat er keine Zeit oder “kann es nicht”.

Sei konsequent in Deinen Entscheidungen und entscheide mit Verstand. Business ist Business.

Du kannst als Selbständiger mit einem Gewerbeschein (ca. 20-30 Euro beim Gewerbeamt) starten, aber definitiv besser ist ein Firmenkonstrukt “mit beschränkter Haftung”. Wenn ein Kunde Dich aufgrund eines Fehldruckes in hoher Auflage auf Schadenersatz verklagt, müsstest Du sonst mit “Privat- und Geschäftsvermögen” dafür geradestehen. Sichere Dich ab.

Als Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung kommt natürlich eine GmbH in Betracht, für die Du aber irgendwie mindestens 12.500 Euro Gründungskapital nachweisen musst. Zusätzlich nimmt ein Notar für die Beurkundung Gebühren, die sich an der Höhe der Kapitaleinlage bemessen. Das können also schnell nochmal 1.000 Euro werden.

Als Alternative gibt es die vielerorts (zu Unrecht) verschrieene Limited. In England, wo die Limited herkommt, ist man etwas Unternehmerfreundlicher, daher kann man dort eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ab 1 Pfund Sterling Einlage anmelden. Durch das Europarecht steht Dir diese Möglichkeit auch offen.

Das, was an der Limited beschrieen wird, ist, daß es so viele schwarze Schafe gibt. Nun, das mag sein. Gibt aber genausoviele schwarze Schafe mit einer GmbH. Informiere Dich selbst und beauftrage eine Vertrauenswürdige Firma mit der Limited-Gründung. Ich selbst habe es durch Go Ahead Limited erledigen lassen. Auf deren Seite gibt es jede Menge Infomaterial für Dich bezüglich der Ltd.

Da die Ltd. eine Kapitalgesellschaft ist, musst Du einmal im Jahr eine Bilanz abliefern. Sofern Du nicht selbst Steuerberater oder Finanzbuchhalter bist, lässt Du das am besten von so jemanden erledigen. Suche Dir einen Steuerberater in Deiner Nähe, der zuverlässig (Frag einfach andere Selbständige) und preisgünstig ist.

Mit der Limited gründest Du eine Niederlassung an dem Ort, wo Du Geschäfte tätigen wirst, also z.B. Deine Stadt in Deutschland. Nur hier fallen auch Steuern an, Du wirst vom Finanzamt “wie eine GmbH” behandelt.

Du kannst auch eine “Ltd. Co Kg” gründen, das ist dann wiederum eine Gesellschaftsform, die nicht so strenge Regularien hat und z.B. eine unbürokratische Geldentnahme (z.B. Eigenlohnauszahlung) ermöglicht.

Lass Dich ausführlich von Go-Ahead und Deinem Steuerberater beraten, trage alle zu erwartenden Kosten zusammen und überlege es Dir in Ruhe. Frage auch Deine Hausbank, wie schnell Du bei denen voraussichtlich ein Geschäftskonto erhalten kannst. Ich musste bei meiner ersten Ltd. 9 Monate darauf warten, aber das war vor bummelig 6 Jahren.

Alles in allem: halte unbedingt die Kosten so gering wie möglich. Du weisst jetzt noch nicht, was sich in der Zukunft abspielt. Kaufe kein neues Telefon, schaff Dir keinen neuen Computer an, gib für Visitenkarten und Geschäftspapier kein Vermögen aus und schalte um Himmels willen keine Anzeigen in der Zeitung. Halte Dich mit Versicherungen sehr zurück. Wie kannst Du monatliche Fixkosten (Beiträge) planen, wenn Du noch keinen Euro verdient hast? – Es kommen sowieso ungewollte Ausgaben wie z.B. die Zwangsmitgliedschaft bei der IHK dazu, die wollen jährlich 153 Euro von Dir (und schicken Dir ihre Mitgliederzeitschrift, die Deinen Mülleimer bereichert).

Ich habe als “Startermarke” eine Website namens Butterland.de angefangen, die günstige Angebote für Selbständige vorhalten soll. Dort ist noch nicht viel zu sehen, da die Seite vom Feedback der Berufsstarter lebt. Alles, was Du brauchst, wird dort angeboten werden.

Solange man nicht unmittelbarer Konkurrent des anderen ist, kann man sich ruhig Tipps geben, was wo günstig ist. Schließlich kämpfen wir alle ums Überleben.


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  • der schritt in die selbstständigkeit ist immer ein risiko, welches man nur eingehen sollte, wenn man auch wirklich hinter seiner geschäftsidee steht und von seinem eigenen können überzeugt ist. natürlich ist es recht einfach, sich einen gewerbeschein zu besorgen und dann mal loszulegen, aber wie hier schon erzählt wurde, kommen dann plötzlich kosten auf einen zu, die man vorher doch nicht bedacht hat. deshalb rate ich dazu, sich einen rechtsanwalt an die hand zu nehmen, der sich eben gerade auf gesellschaftsrecht spezialisiert hat und konkrete und hilfreiche beratung leisten kann. vor allem hilft dieser auch bei einem business-plan (wichtig, wenn man auf die banf als geldgeber angewiesen ist)...viel erfolg!

  • Hallo zusammen ...ich bin das erste Mal hier.
    Ich denke auch das die Mini GmbH ein gute Alternative zu Limited ist..
    Allerdings muss ja eine geschäftliche Partnerschaft nicht immer schieflaufen..........oder?

  • spes saepe fallit, wie der lateiner sagt: die hoffnung täuscht oft (frei übersetzt: die hoffnung stirbt zuletzt). ich drücke dir die daumen, daß es klappen mag. prinzipiell würde ich aber eine geschäftliche partnerschaft wie von phpfreelancer angemerkt erst "nach mehrjähriger guter zusammenarbeit" eingehen wollen. 2mal verbrennen ist eigentlich genug. natürlich ist man davor nie gefeit, aber man sollte wirklich einen verbindlichen, vom anwalt ausgearbeiteten gesellschaftsvertrag haben, in dem auch die "unbequemen fragestellungen" geregelt sind (also geld etc.).

  • phpfreelancer

    Einige Anmerkungen möchte ich noch hinzufügen:

    1. Wer vorhat eine Limited zu Gründen sollte der englischen Sprache sehr gut mächtig sein. Schliesslich müssen auch Briefe beantwortet und Telefonate geführt werden!

    2. Könnte ich mir vorstellen, dass Limiteds bei Geschäftspartnern nicht so gerne gesehen sind. Schließlich wissen diese ja auch, dass die Haftungssummer sehr niedrig ist.

    3. Eine Bilanz ist sehr viel aufwändiger als eine Einnahmen- Überschußrechnung, welche eigentlich jeder Selbständiger auch selbst erstellen können sollte.

    Gibt es nicht auch die mini-GmbH? Mit niedrigerer Haftungssumme? Ich hätte irgendwie Bauchschmerzen mit einer Ltd habe im Moment aber eh "nur" ein Kleingewerbe da ich noch eine Festanstellung habe.

  • huhu, phpfreelancer! - das mit der englischen sprache stimmt so nicht ganz. die gründungsfirma (go ahead) übersetzt alle dokumente und stellt auch einen secretary, damit du deine post aus england zugestellt bekommst. du handelst wirtschaftlich in deutschland und hast normalerweise (bis auf 1mal im jahr) nichts mit england zu tun.
    zu 2: ich kenne leute, die haben "eine gmbh in der schublade"; auch diese kann ich für 1-100 euro erwerben. wenn es nach der gesellschaftsform mit dem "meisten trust" geht, muß man auf haftungsbeschränkung verzichten und eine OHG wählen oder einfach als vollkaufmann dastehen.
    zu 3: wer das privileg hat, in der schule auch buchhaltung vermittelt zu bekommen, kann natürlich "buchhalterkosten" einsparen, indem er selbst möglichst viel erledigt. für eine bilanz, da gebe ich dir recht, muß der fachmann her (der es auch abzeichnet).
    die "mini-gmbh" und die anderen stiefmütterlich behandelten neuen gesellschaftsformen, die als "konkurrenz zur limited" gedacht waren, werden alle paar jahre reformiert und weder politiker noch berater noch geschäftspartner sind sich einig, was sie nun davon halten sollen ;-)
    wenn du dein gewerbe "nebenbei" betreibst (aus der festanstellung heraus), ist das eine sehr gute ausgangsbasis für dein geschäft. so kannst du quasi ohne risiko erfahrungen sammeln. mach das 1-2 jahre, dann kannst du überlegen, ob du dich "abnabelst". nochmal deutlich gesagt: baue _nicht_ auf "partner"/freunde. alles, was ihr so schön geplant habt, geht binnen der ersten 8-14 monate in rauch auf und einer bleibt auf den kosten sitzen. ich spreche nicht nur aus eigener erfahrung...

  • phpfreelancer

    Das mit den Partner kann ich selbst nur bestätigen. Habe bislang selbst auch 2 mal eine Partnerschaft auflösen müssen. Einmal einen "losen Verbund" mit geteilten Konten, Aufträgen etc. das zweite mal eine GdbR was noch wesentlich aufwändiger war.

    Beide male gab es am Ende natürlich Zoff ums Geld (welches in beiden Fällen ja schon vorher entnommen worden war). Ich würde zwar nicht generell ausschliessen so etwas noch einmal einzugehen, aber erst nach mehrjähriger guter Zusammenarbeit.

    Im Moment bin ich auch ganz froh fest angestellt zu sein. Kann mir aber für später einen erneuten Schritt in die Selbständigkeit durchaus vorstellen!

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