Geo-Tagging von Blogs

Sonntag, 29. Juni 2008. 22:45 von Frank Pfabigan

Google und viele andere Dienste im Internet sammeln permanent auch die mit Inhalten verbundenen Geo-Daten, um z.B. auf Übersichtskarten anzuzeigen, woher diese stammen. Bekannte Beispiele hierfür sind z.B. die “Lokalen Suchergebnisse” von Suchmaschinen (bei Google sogar mit Anzeige eines Kartenausschnittes) oder die Flickr-Bildwelten. Für Blogger kann dies nur bedeuten, spätestens jetzt ihre Blogs zu kennzeichnen, wo sie herstammen (erdkugelmäßig gesprochen), damit die Chance erhöht wird, von irgendwelchen Mashups aufgegriffen und angezeigt zu werden.

Hier ist ein tolles Beispiel für ein gelungenes Mashup mit Flickr-Fotos und Google-Maps von earthalbum.com:
Flickr Google Mashup

Damit Anwendungen wie diese funktionieren, müssen Inhalte mit Geo-Daten angereichert werden. Was die Google-Suche z.B. daraus macht, sieht man im nächsten Bild (Screenshot ist mit Apple Coreimage Funhouse gepimpt):

local-search

Die korrekte Geo-Data Auszeichnung geschieht üblicherweise im head-Bereich von Blogs. Hierbei werden einfach folgende Einträge hinzugefügt:

<!-- geo data -->
<meta name="geo.placename" content="Holstenstraße 9, 23552 Innenstadt, Lübeck, Germany" />
<meta name="geo.position" content="53.866200;10.683560" />
<meta name="geo.region" content="DE-Schleswig-Holstein" />
<meta name="ICBM" content="53.866200, 10.683560" />
<meta name="DC.title" content="SEO-Scout.org" />
</head>

Dies sind die Geo-Daten, die in meinen Blogs hinzugefügt sind. Der Eintrag DC.title ist natürlich auf das jeweilige Blog angepasst. Im Wesentlichen wird mit dem geo.position und ICBM meine Adresse gekennzeichnet.

Nachlesen kann man das ganze nochmal in aller Ruhe bei GeoURL.org und GeoTags.com, allerdings englisch. Um die erforderlichen Daten für die genaue Ortsauszeichnung zu erhalten, kann man das sehr gute Tool MyGeoPosition.com nutzen. Dort werden die Geo-Metatags freundlicherweise gleich erzeugt. Wenn man nun noch die geforderten Auszeichnungen von GeoURL.org einfügt, wird man von allen gängigen Geo-Mashup-Systemen gefunden werden.

Viel Erfolg mit der Promotion Deines Blogs. Falls Du Fragen hast, kannst Du einfach einen Kommentar hinterlassen oder mir an frank.pfabigan@gmail.com schreiben. Ich antworte so schnell wie möglich.

Wie üblich gibt es hier nochmal alle Links des Artikels in der Übersicht:

  • MyGeoPosition.com - Wo bin ich? Feststellung Geo-Daten und Erzeugung der Geo-Metatags
  • GeoURL.org - Verzeichnis für mit Geodaten versehene Seiten, Anleitung für Geo-Daten
  • GeoTags.com - Weitere Hinweise für Geo-Daten
  • EarthAlbum.com - Tolles Mashup mit Flickr-Fotos und Google-Maps

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3 Responses to “Geo-Tagging von Blogs”

  1. sunny beach Says:

    get more traffic by randomly chosen visitors from mashup-sites and even google. get found!

  2. qtip Says:

    Verkehrt ist die freiwillige Erhebung von Geo Daten nicht nur steht dies im Gegensatz zu der von vielen Nutzern gewünschter Anonymität. Na mal schauen wie weit sich dies noch entwickelt.

  3. Frank Pfabigan Says:

    hallo, qtip, vielen dank für deinen kommentar ;-)
    ich stimme dir zu, auch viele meiner kunden scheuen davor zurück, sich selbst irgendwie zu präsentieren, schon gar nicht mit foto oder sogar email-adresse…
    das ist wirklich schade, denn so kann auch nie ein vertrauensverhältnis zwischen leser und schreiber aufgebaut werden. und wie wir wissen, sind diejenigen seiten, die kein geheimnis um den betreiber machen, besonders erfolgreich.
    erschwerend kommen solche BILD-artikel wie “jobkiller internet” hinzu. mit den darin enthaltenen pseudo-argumenten wird es noch ein wenig schwerer, leute davon zu überzeugen, sich ihren lesern zu öffnen.
    “jobkiller internet” halte ich für totalen quatsch. wer natürlich selbstgefilmte orgien und dergleichen unter seinem namen ins internet stellt, der könnte durchaus gefährdet sein. aber diese pauschalisierung und diese angstmache ist nur medienwirksam, nicht wahr.
    ich kann mich noch an das “cookies sind böse” oder “javascript” ist der teufel”, was auch schon durch die sog. computerfachzeitschriften geisterte, erinnern. diese zeitschriften haben nebem ihrem brennwert nicht viel zu bieten. aber ich komme ins schwafeln… ;-)