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Alle Selbständigen brauchen dies: eine vernünftig aufbereitete, korrekte Verkaufspreiskalkulation.. Hiermit kann man Produkte erfassen, die Einkaufsbedingungen (Listenpreis, Bezugskosten, Handlungspauschale etc.) erfassen, die gewünschten Werte für Gewinnmarge, Arbeitskosten etc. eingeben und erhält den Endkundenpreis.
Diese Kalkulation kommt in 2 Formaten (Dateien) daher: zunächst die Version calc(n) für die Verkaufspreiskalkulation mehrerer Produkte gleichzeitig (Breitformat). So lassen sich z.B. viele ähnliche Artikel erfassen und in Gruppen zusammenfassen. Bei Bedarf lässt sich das Tabellenblatt einfach duplizieren, wenn man die Artikel lieber in verschiedenen Tabellenblättern zusammenfassen möchte.
Screenshots von calc(n). Draufklicken führt zu einer größeren Ansicht. Runterladen: in der Box rechts außen
Hier ist die Version calc(1) für die Einzelkalkulation eines Verkaufspreises. Hier kannst Du auch genau ablesen, wie die kaufmännische Verkaufskalkulation funktioniert. Weiter unten erkläre ich es nochmal im Detail.
(wird gerade noch erstellt... komm wieder)
Und so funktioniert das ganze nach Lehrbuch. Es macht übrigens wirklich Sinn, Werte für Skonto und Rabatt einzugeben, so daß der Endkundenpreis diese enthält. Man kann nie wissen, ob nicht doch einer mal nach Rabatt oder Skonto fragt. Dies nachträglich einzurechnen führt nur zu Komplikationen. Besser gleich mit einfliessen lassen, dann kann man es später abziehen, ohne den Gewinn zu schmälern.
Eine weitere sinnvolle Anwendung für den "Rabatt"-Wert ist z.B. auch eine Provision für Vermittler. Wenn man von vorneherein gleich mit 15% Rabatt rechnet, kann man dem Vermittler eine Provision bis zu 15% versprechen, ohne daß der eigene Gewinn leidet.
Zunächst muß genau festgestellt werden, was uns die Ware kostet. Wir sind akribisch.
| Op. | Pos. Name | Wert | %satz | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Listenpreis | 115,00€ | 100% | Unser Einkaufspreis beim Lieferanten, laut Liste | |
| ./. | Lieferrabatt | 2,88€ | 2,5% | Listenpreis (115€) / 100 (%) x Lieferrabatt (2,5%) |
| = | Zieleinkaufspreis | 112,13€ | 97,5% | Zieleinkaufspreis (ZEK) |
| ./. | Lieferskonto | 1,35€ | 1,2% | ZEK (112,13€) / 100 (%) x L.skonto (1,2%) |
| = | Bareinkaufspreis | 110,78€ | 98,8% | Wenn wir den Lieferanten "bar" bezahlen, ist das der Preis |
| + | Bezugskosten | 8,50€ | Lieferung, Verpackung etc. | |
| = | Einstandspreis | 119,28€ | fast geschafft... | |
| + | Handlungskosten | 11,93€ | 10% | Pauschale für Telekommunikation etc. in Prozent oder Festwert |
| = | Selbstkosten | 131,21€ | Das kostet uns die Ware |
Jetzt haben wir unseren Selbstkostenpreis von 131,21€. Mit diesem Preis rechnen wir jetzt weiter und berechnen den Preis, den unser Kunde für diese Ware zahlen soll (Bruttoverkaufspreis).
| Op. | Pos. Name | Wert | %satz | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Selbstkosten | 131,21€ | 100% | berechneter Wert aus Einkauf | |
| + | Gewinn (Marge) | 39,36€ | 30% | Typisch 30-200% |
| = | Barverkaufspreis | 170,57€ | 130% | Soviel bezahlt der Kunde, wenn er das Geld auf den Tisch legt |
| Barverkaufspreis | 170,57€ | 97% | Wir rechnen hier "im Hundert"! Genau hingucken | |
| + | Kundenskonto | 5,28€ | 3% | |
| = | Zielverkaufspreis | 175,85€ | 100% | klar geworden? |
| Zielverkaufspreis | 175,85€ | 85% | Nochmal "im Hundert"! | |
| + | Kundenrabatt | 31,03€ | 15% | |
| = | Nettoverkaufspreis | 206,88€ | 100% | Betrag ohne Steuern |
| Nettoverkaufspreis | 216,88€ | 100% | netto VK | |
| + | MwSt. | 42,21€ | 19% | Staat will was abhaben |
| = | Bruttoverkaufspreis | 258,08€ | 119% | brutto VK |
Der Bruttoverkaufspreis (brutto VK) ist der Endkundenpreis. Endlich geschafft. Die Kunst des Kalkulierens ist es nun, an den Stellschrauben {Gewinn Marge, Kundenskonto, Kundenrabatt} zu drehen, bis ein marktgerechter und konkurrenzfähiger Preis dabei entsteht. Man kann natürlich auch versuchen, bessere Einkaufskonditionen von seinem Lieferanten zu erhalten.
Bei der Berechnung von Barverkaufspreis und Zielverkaufspreis genau aufpassen. Dort wird "im Hundert" gerechnet, da der Kunde sich diesen Betrag abziehen kann. Der Kunde liest die Preise von unten (Brutto VK) nach oben (wenn wir das zulassen und anbieten wollen). Die 3% Skonto kann der Kunde abziehen, ohne das sich unser Gewinn verringert.
Die Namen der Positionen sind nicht willkürlich gewählt. Jeder Positionsname ist genau festgelegt.
Wenn Dein Lieferant Dir also sagt, daß Du ein prima Kunde bist und er Dir deswegen 5% Rabatt gewährt, weißt Du jetzt, wo Du das in Dein Kalkulationsschema eintragen mußt (in Lieferrabatt).
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